Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik. Branchen-Insider schätzen das altbekannte Event – die erste CES fand 1967 in New York City statt, die zuvor das größte Event zum Thema Unterhaltungselektronik darstellte.

Wir haben die Eindrücke der CES 2017 etwas sacken lassen und haben uns einige Gadgets und digitalen Innovationen herausgepickt. Auffällig: Besonderes Augenmerk der Aussteller lag auf der Umsetzung technischer Innovationen in den Alltag. Und im Zuge der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche soll die Zukunft vor allem smarter und noch vernetzter werden. Echo von Amazon wird künftig in Smart-Home-Geräte eingebettet werden: Da hört dank Alexa auch der Smart-Kühlschrank, Waschmaschinen und der Smart TV aufs Wort. Neben Google mit „Home“ schlägt LG in die gleich Kerbe und stellte einen Roboter-Assistenten für zuhause vor. Der gespenstig süß wirkende Hub Robot kann Musik abspielen, das Wetter ansagen und kompatiblen Haushaltsgeräten Befehle weiterleiten.

Connected, automatisiert und elektrisch – so präsentierten sich die Showcars auf der CES 2017. Automotiv-IT- und Unterhaltungsindustrie rücken sich immer dichter auf die Pelle. Die Messehallen zeigten deutlich: Künftig fahren Autos elektrisch, (teil-)autonom und werden mit intelligenten Assistenzsystemen ausgestattet sein. Audi will bis 2020 zusammen mit Nvidia dem größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen ein selbstfahrendes Auto mit künstlicher Intelligenz auf die Straße bringen.

Auch die Sportler kommen in Las Vegas voll auf ihre Kosten. Mit Hilfe einer elektronischen Schuheinlage des Herstellers Evalu und einer dazugehörigen Smartphone-App können Läufer ihre Bewegungsabläufe analysieren und sogar optimieren.

Ein weiterer Alltagsgegenstand, dem durch neue Technologie Intelligenz eingehaucht werden soll: einem Spazierstock für Senioren. Das französische Start-up Dring hat eine mit Sensoren ausgestattete Version vorgestellt. Der Stock merkt sich mit der Zeit die Gewohnheiten seines Nutzers. Passiert etwas Ungewöhnliches – ist der Senior etwa deutlich weniger aktiv als sonst oder fällt er hin – verschickt der Stock eine Warn-SMS.

Eine Smartwatch, die nie zum Laden ausgezogen werden muss – das verspricht das US-Start-up Matrix. Denn die Körperwärme des Trägers dient als Akku. Fitness-Armbänder? Das geht auch kleiner, behauptet das Start-up-Unternehmen Motiv. Zur CES verkündet die Firma sie habe die Funktionen eines Fitness-Trackers vom Kalorienverbrauch bis hin zur Puls-Messung in einen Ring untergebracht. Und das auch noch bei Batterielaufzeiten von drei bis fünf Tagen. Wie gut das im echten Leben funktioniert, bleibt abzuwarten.