Das Weihnachts-TV-Programm im Spannungsfeld zwischen Geborgenheit und Vitalität

Alle Jahre wieder… steht Weihnachten vor der Tür. Gerade in dieser Jahreszeit sehnen wir uns ganz besonders nach Geborgenheit. Dieses Bedürfnis drückt sich auch durch unsere Lieblingsaktivitäten in der Adventszeit aus: Endlich Zeit für Weihnachtsmarktbesuche, Plätzchen backen sowie festliches Essen im Kreise von Familie und Freunden.

Für viele ist es zudem unvorstellbar Weihnachten zu feiern, ohne vorab den ein oder anderen Weihnachtsfilm gesehen zu haben, der uns für das große Fest in Stimmung bringt und den Wunsch nach Wärme und Behaglichkeit – eben Geborgenheit – erfüllt. Die meisten haben ihre Film-Favoriten, die man sich Jahr für Jahr immer wieder ansieht und die aus irgendeinem magischen Grund niemals ihren Zauber zu verlieren scheinen.

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Einschaltquoten im Dezember 2015 belegen: Weihnachtsklassiker im TV sind gefragt

Die Zahlen zeigen, mit 27 Prozent ist der Wunsch nach Geborgenheit in der deutschen Bevölkerung hoch. Das ist ein Ergebnis der Studie Motivations to Connect, bei der rund 10. 000 Personen befragt wurden.

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Und dies spiegelt sich auch während der Weihnachtszeit im Fernsehprogramm wieder. Die sehr hohe Sehbeteiligung von bis zu 1,6 Millionen Zuschauern bei Filmen wie ‚Der kleine Lord‘ und anderen Weihnachtsklassikern zeigt, wurden Weihnachtsfilme ausgestrahlt hatten diese immer eine hohe Reichweite, da sie das Bedürfnis nach Geborgenheit bedienten.

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Nun könnte man meinen, dass die hohen Zuschauerzahlen von der besonders TV-affinen, älteren Bevölkerung herrühren. Doch auch in der jungen Zielgruppe der 14 bis 29 jährigen konnten sich im letzten Jahr Weihnachtsklassiker erfolgreich behaupten. Kevin allein Zuhause war hier der beliebteste Weihnachtsfilm.

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Ein Blick in die Adventszeit zeigt, die großen Privaten setzen auf Vitalität

Bei einer Analyse des Abendprogramms für die diesjährigen Feiertage fällt auf, dass einige Hauptsender zu Weihnachten ihren Fokus auf Vitalität und Vergnügen setzen. Den in dieser Zeit vorherrschenden Zuschauerwunsch nach Geborgenheit lassen sie dabei außer Acht. Marken, die das Gefühl von Geborgenheit ansprechen, werden sich auf anderen Sendern positionieren, bei denen der Wunsch nach Geborgenheit eher bedient wird. Denn, wer klar menschliche Bedürfnisse bedient und diese Positionierung über werbliche Maßnahmen dekliniert, landet im Relevant Set und damit in Herz und Warenkorb des Konsumenten.