Den klassischen Mediaplaner wie es ihn vor 10 Jahren noch gab gibt es heute nicht mehr. Mittlerweile sind es Kommunikationsberater, die die Kunden auch strategisch beraten. In Zeiten der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung muss der Berater in der Lage sein, weit über Media hinauszudenken und ganzheitliche Kommunikationslösungen zu erarbeiten. Interdisziplinär und vernetzt denkend braucht er ein tiefes Verständnis für das Business des Kunden und sollte dabei konsequent die Perspektive des Konsumenten einnehmen, um innovative Lösungen zu entwickeln, welche Marken zu mehr Wachstum verhilft.

Letztendlich geht es doch darum, mit der Mediainvestition die Geschäftsziele der werbetreibenden Kunden optimal zu erreichen. Da ist es auch mal nötig eine kontroverse Position zum Advertiser einzunehmen, wenn Erkenntnisse über den Konsumenten das nahelegen. Die Flut an Daten, die heute zur Verfügung steht, gilt es in diesem Zusammenhang sinnvoll zu interpretieren und einzusetzen. Hilfreich dabei ist ein breit angelegtes Wissen über diverse Disziplinen hinweg: Media, Strategie, Digital, Commercial, Daten und ein Verständnis für Markt- und Mediastudien.

Was muss ein Mediaplaner im Jahr 2016 können?

Die Digitalisierung und Vernetzung, kanal – als auch geräteübergreifend, schreitet rasant voran. Diese Entwicklung ermöglicht zugleich ein immer schärfer werdendes Bild, um die reale Consumer Journey datenbasiert abzubilden, unabhängig von Devices oder Medien. Vor diesem Hintergrund braucht der Berater die Fähigkeit einzelne Medien so zu orchestrieren, dass die Ziele der Kunden dabei bestmöglich erreicht werden. Daneben benötigt er aber auch betriebswirtschaftliche Skills um den immer komplexer werdenden Anforderungen zu begegnen und die verantworteten Mediaspendings zu maximalem Erfolg im Sinn der vom Advertiser gebrieften Zielerreichung zu führen.

Es reicht daher schon länger nicht mehr aus allein Experte für Media zu sein. Der Mediaplaner im Jahr 2016 muss in der Lage sein, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen: gesellschaftlich, wirtschaftlich und medial. Auch technische Kompetenz sowie planerische Schärfe werden immer wichtiger. Algorithmen werden zwar in Zukunft vieles übernehmen, aber die Digital Experts im Bereich Media, die Multi-Channel-Monitoring, Customer-Journey-Analysen und programmatische Kampagnenoptimierung über alle Gattungen betreiben, werden mit ihrer Erfahrung und ihrem Können den Unterschied machen.

Welche Ausbildung hilft weiter?

Grundsätzlich hilft eine breitangelegte Ausbildung, wie es ein Studium bietet. Ein betriebswirtschaftliches Studium ist der klassische Einstieg in das Berufsbild, aber auch eine werbefachliche Ausbildung ist als Basis geeignet. Darauf aufbauend ein gutes Trainee-Programm bei einer Media-Agentur.

Was macht den guten Mediaplaner aus?

Mindestens ebenso wichtig, wie eine fundierte Ausbildung sind auch Eigenschaften wie Neugier, Offenheit, ein Gespür für Menschen und deren Bedürfnisse, die Fähigkeit Zusammenhänge zu verstehen sowie eine Affinität zu Analysen und Zahlen. Eine starke Passion und hohes Interesse für Medien und deren Entwicklung – insbesondere für die digitalen Medien – sind natürlich Pflicht. Als Communication Consultant muss er/ sie seine Überzeugungen vertreten und für diese einstehen. Nur dann kann er beraten und als wertvoller und wertstiftender Partner seiner Kunden wahrgenommen und geschätzt werden.